Aus der Presse

Saarbrücker Zeitung vom 21.07.2017, von Carolin Merkel

Lemonella bringt Kinder zum Lachen

Marie-Gabriele Massa (links) im Einsatz als Clownin mit Clown-Kollegin Sarah Steffen. FOTO: Carolin Merkel

Saarlouis. Sarah Steffen ist als Partnerin von Marie-Gabriele Massa im Team der Klinkclowns in Saarlouis im Einsatz.

Seit 15 Jahren ist Marie-Gabriele Massa nun schon Clownin. Seit 13 Jahren, erzählt sie, macht sie das hauptberuflich, seit fünf Jahren ist sie auch am St. Elisabeth Krankenhaus in Saarlouis dafür zuständig, dass die kleinen Patienten, aber auch deren Eltern und Geschwister alle 14 Tage was zum Lachen haben. Finanziert wird das Projekt Klinikclowns von der Kinderhilfe Saar. Die Clowns, sagt sie, sind aber auch dankbar für jede weitere Spende.

Angedacht war und ist das Programm, das Massa alle 14 Tage in den achten Stock der Klinik in die Patientenzimmer, aber auch in den Aufenthaltsraum führt, mit einem Partner. Nach einer kurzen Zeit der Vakanz konnte genau diese Stelle nun wieder vergeben werden.

Mit Sarah Steffen, sagt Massa, hat sie die ideale Partnerin gefunden. „Wir sind ein über die Jahre eingespieltes Team an Clowns, die in den Krankenhäusern im Saarland unterwegs sind und haben überlegt, wer zu uns passen könnte. Da ist mir die Sarah eingefallen, ich habe angerufen und sie hat zugesagt“, erzählt Massa, die als Clownin den schönen Namen Tilotamma trägt.

Und mittlerweile konnte die 38 Jahre alte ausgebildete Tutti-Clownin Sarah Steffen aus St. Wendel als Lemonella bereits ihre ersten Einsätze in Saarlouis mit Erfolg absolvieren. In ihrem früheren Leben, verrät Sarah Steffen, war sie als Zahnarzthelferin beschäftigt. „Aber irgendwas hat in mir angeklopft, ich wollte helfen. Aber einfach nur irgendwohin spenden, das war mir zu wenig“, erzählt sie.

Schließlich stieß sie an einem Nachmittag auf den Film „Patch Adams“, in dem sich der unvergessene Robin Williams als Arzt für mehr Menschlichkeit im Klinikalltag einsetzt. „Das war ein absolutes Schlüsselerlebnis und ich habe mich schließlich um eine Ausbildung als Clown bemüht“, erzählt Sarah Steffen. Inzwischen hat sie die einjährige Basis- und anderthalbjährige Tutti-Clown Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

„Man bekommt schon das nötige Rüstzeug mit, vor allem die Körpersprache ist wichtig. Aber wir haben unter anderem auch ein bisschen Zauberei gelernt“, berichtet sie. Vor allem aber, das betont sie, bringt sie ihren eigenen Charakter, die Lemonella in ihre Arbeit mit ein. Lampenfieber, sagt sie, das hat Frau Steffen schon, aber spätestens, wenn sie in das Kostüm der Clownin schlüpft, ist sie mutig und für jeden Spaß zu haben. „Wobei, richtig mutig sind bei uns die Kinder. Sie stehen für uns im Mittelpunkt unserer Arbeit“.

Daher sei es vor den Besuchen in den Patientenzimmern so wichtig, mit dem Pflegepersonal eine kleine Übergabe zu machen. So gut vorbereitet macht ihr die neue Aufgabe mit ihrer Kollegin Tilotamma sehr viel Spaß. Sie ist sehr froh, in Massa eine so erfahrene Kollegin an ihrer Seite zu haben. Das Programm, erklärt Massa, funktioniere auch einfach viel besser, wenn man zu zweit sei. „Vier Augen sehen da einfach mehr als zwei. Außerdem können wir dann viel individueller auf jeden Patienten eingehen“, erklärt Massa. Inzwischen, sagt sie, seien die Klinikclowns auch in Saarlouis in der Bevölkerung mit ihrem Engagement angekommen.

„Man merkt, dass unsere Arbeit wertgeschätzt wird. Besonders gefreut haben wir uns, als wir von zwei Saarlouiser Gymnasien Spenden aus der Schülerschaft bekommen haben. Damit haben gerade die Jugendlichen uns gezeigt, wie wichtig sie uns Clowns finden“, sagt Massa. Denn zusammen mit Steffen will sie auch zukünftig noch ganz vielen Patienten im St. Elisabeth ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Saarbrücker Zeitung vom 02.06.2017

Spende für die Klinik-Clowns

Saarlouis. Der Chor "Max Voices" des Max-Planck-Gymnasiums Saarlouis spendet an den Verein Kinderhilfe Saar. Der Chor veranstaltet jedes Jahr ein kostenloses Konzert in Saarlouis am Kleinen Markt. Spenden der Zuhörer werden einem guten Zweck zugeführt. Beim Konzert am 13. Mai ersang der Chor unter der Leitung von Holger Maas den Betrag von 210 Euro. Er soll an die Klinik-Clowns des Marienhaus Klinikums Saarlouis-Dillingen gehen, die Patienten der Kinderstation besuchen und Freude in den Alltag bringen. (red)

Website des Klinikums Saarbrücken, klinikum-saarbruecken.de, Beitrag veröffentlicht am 18.01.2017

10 000 Euro für die Klinikclowns

Nach der Spendenübergabe stellten sich zu einem Foto (von links) Geschäftsführerin Dr. Susann Breßlein, Prof. Dr. Jens Möller, Michael Zimmer, Pflegedienstleiter Alfred Huber, Dr. Ingrid Kojan sowie Klinikpfarrer Peter Sorg mit den beiden Klinikclowns Lolek & Tilotamma (Henning Leidinger und Maria-Gabriele Massa). Foto: Thorsten Schnitker

Das kommt nicht alle Tage vor: Eine Spende über 10.000 Euro überreichte Michael Zimmer, Geschäftsführer der m&r Kreativ GmbH in der Kossmannstraße St. Arnual, für die Klinikclowns der Kinderklinik auf dem Saarbrücker Winterberg. Dank dieser großzügigen Spende ist die Finanzierung der Klinikclowns in diesem Jahr gesichert, freuten sich die Geschäftsführerin des Klinikums Saarbrücken, Dr. Susann Breßlein, und der Chefarzt der Kinderklinik, Prof. Dr. Jens Möller. Die kranken Kinder werden auch weiterhin einmal die Woche unter dem Motto „Lachen ist gesund" von den lustigen Gesellen besucht und somit für kurze Zeit von ihrer Krankheit abgelenkt.

Für die Kreativ-Schmiede und seine Beschäftigten ist gesellschaftliches Engagement selbstverständlich. So förderte die Kommunikations-Agentur schon viele Projekte des Kinderschutzbundes, unterstützte aber auch Einzelpersonen, die durch Krankheit oder Armut in Bedrängnis geraten sind. Einen besonderen Fokus legt die Firma dabei auf die Unterstützung und Förderung von Kindern, der Zukunft unserer Gesellschaft. So stellt einmal im Monat einer der 150 Mitarbeiter ein Projekt vor, das er für unterstützenswert hält. Die Mitarbeiter spenden Geld dafür und die Firma legt dann nochmal so viel, wie zusammen gekommen ist, drauf. Seit 2017 wird die Spendensumme von der Firma sogar verdreifacht.

Die Klinikclowns wurden 2001 von der Kinderhilfe e.V. Saar im Klinikum Saarbrücken und in mehreren anderen saarländischen Kliniken ins Leben gerufen, wie die Geschäftsführerin und zweite Vorsitzende der Kinderhilfe, Dr. Ingrid Kojan, betonte. Die Klinikclowns verfügen über eine pädagogische und künstlerische Ausbildung, arbeiten hoch professionell. Inzwischen fördere der kleine Verein gesundes Schulfrühstück sowie musisch-kulturelle Bildungsangebote an mehreren Schulen im Saarland - deshalb wurden die Gelder für die Klinikclowns geringer.

Saarbrücker Zeitung vom 06.12.2016, von Nora Ernst

Bundesverdienstorden für Margarita von Boch

Bundespräsident Joachim Gauck hat Margarita von Boch aus Rehlingen-Siersburg gestern in Berlin den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen (Foto: dpa). Gauck würdigte damit ihr langjähriges Engagement für Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen.

Saarbrücker Zeitung vom 02.12.2016, von Traudl Brenner

Die helfende Hand im Hintergrund

Lohn vom Bundespräsidenten: Höchster deutsche Orden für Gründerin der „Kinderhilfe Saar“

Setzt sich ehrenamtlich für Kinder in Not ein: Margarita von Boch. Foto: Iris Maurer

Frühstück in der Schule, Begabungen fördern und mehr: Die Kinderhilfe Saar unterstützt Kinder in vielen Belangen. Der Verein wurde von Margarita von Boch gegründet. Nun wird ihr das Verdienstkreuz verliehen.

Margarita von Boch aus Fremersdorf freut sich auf den Händedruck des Bundespräsidenten. Am kommenden Montag, dem „Tag des Ehrenamtes“, wird Joachim Gauck ihr im Schloss Bellevue in Berlin einen der höchsten deutschen Orden überreichen: Das „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“. Sie allein vertritt dabei das Saarland.

Anpacken, wo es nötig ist

Der Grund für die Auszeichnung: Margarita von Boch hat 1999 den Verein „Kinderhilfe Saar“ gegründet und leitet ihn seither, mithilfe ehrenamtlicher Mitglieder, mit wachsendem Erfolg.

Die Saarländer kennen und unterstützen diesen ungewöhnlichen Verein, der Kindern hilft, denen es aus unterschiedlichen Gründen nicht gut geht. Weil sie im Krankenhaus liegen. Oder weil sie mit knurrendem Magen in die Schule gehen müssen. Weil sie keine Bildungschancen haben, ihre Begabungen nicht gefördert werden. Beispiele: Von den „Klinikclowns“ werden kleine Patienten aufgemuntert und motiviert, in Brennpunkt-Schulen gibt es „frühes Frühstück“, ganze Klassen bekommen die Chance, Instrumente zu lernen. Es gibt auch schon mal Erholungsurlaub – und vieles mehr. Einzelfälle, Gruppen – die „Kinderhilfe“ packt an, wo es nötig ist. „Gerechtigkeit“ sagt Margarita von Boch „fängt bei der Bildung an“. Seit einiger Zeit tut der Verein auch viel für „Kibiz“, das Malstatter Kinderbildungszentrum der Diakonie, wo auch Kleinkinder von der „Kinderhilfe“ profitieren.

Und alles wird von den 30 Mitgliedern des Vereins ehrenamtlich organisiert und mithilfe vieler Spender finanziert. Ohne viel Aufhebens. Und jeder gespendete Cent geht in die einzelnen Projekte – nicht in Verwaltungskosten. Die große Stütze dabei ist für Margarita von Boch ihre Geschäftsführerin Dr. Ingrid Kojan, die ihren Job natürlich auch ehrenamtlich macht.

Margarita von Boch – in Argentinien aufgewachsen, verheiratet mit Eugen von Boch, Mutter von drei Töchtern, Großmama von vier Enkeln – hat schon, als ihr eigener Nachwuchs noch klein war, Hilfe für Kinder in Not organisiert, ohne daraus viel Aufhebens zu machen. Ihre Motivation: Die, denen es gut geht, sollten denen helfen, die nicht so viel Glück haben.

Bescheidene Helferin

Viel Aufhebens nach außen macht sie darum nicht. Wenn es irgend geht, tritt sie selbst nicht in Erscheinung – Ausnahme: wenn mal wieder eine besonders große Spende ankommt, wie damals, als der Fremersdorfer Johann Schellenbach ihr und ihrer Hilfs-Idee, die damals noch in den Kinderschuhen steckte, ein stattliches Vermögen vermachte, wodurch dann eine Hilfslawine ins Rollen gebracht werden konnte. Oder eben wenn, wie jetzt, der Bundespräsident ruft.

Für die Presse

Einen Pressetext zur Arbeit des Kinderhilfe e.V. Saar finden Sie

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